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"Herzbruch" Arbeitstitel: "Der lustige Tagedieb"

Ein Text den ich Ende Januar begonnen habe und der ursprünglich in eine ganz andere Richtung gehen sollte. Dann hat er aber ne ziemliche Eigendynamik entwickelt und ich dachte mir, lass den mal machen. Vor ein paar Tagen wurde er dann fertig. Kann ihn selber schwer einschätzen aber er gefällt mir recht gut.Während es mich überkam saß Ich gerade rum. Ich saß rum und tat nichts, wie ich es zu jener Zeit sehr oft tat und auch heute noch gelegentlich tue.Ich wusste nicht, was auf mich zukommt, ahnte nichts von jener Einsicht, die schleichend und unbemerkt vor sich hinsiechend, mich als Ziel auserkoren hatte.Ich war zu jung. Zu Unschuldig. Zu Naiv.Ich saß nur rum, als es passierte. Ich habe nichts dafür tun müssen. Habe nichts dafür geleistet. Geschweige denn darauf hin gearbeitet. Habe im Gegenteil stets versucht, mich möglichst unauffälig zu verhalten. Doch allem Anschein nach hat es nicht gereicht, konnte ich mich all dem den Bemühungen zum Trotze nicht entziehen.Die Erkenntnis traf mich unvorbereitet. Ich bekam Angst. Wurde unruhig.Ich war zu jung. Zu Unschuldig. Zu Naiv.Dennoch bereits weit genug in meiner geistigen Entwicklung fortgeschritten, um das Ausmaß dessen, was vorgefallen war, zumindest in Ansätzen verstehen zu können.Und im selben Gedankenzug wurde mir bewusst, dass ich gut darin war. Zu gut. Vielleicht sogar einer der Besten.Wie es soweit kommen konnte? Ich wusste es nicht, stand ich doch kurz davor, zu verzweifeln. Jegliche Hoffnung zu verlieren.Hatte ich doch dafür gekämpft ? War ich selbst nicht so unschuldig wie ich versuchte, mir andauernd einzureden ? Wiegte ich mich zu Unrecht im Selbstmitleid der Opferrolle ? War ich Opfer meines verquerten Ehrgeizes geworden ?Opfer meiner falschen Moralvorstellungen ?Opfer meiner falschen Sicht auf die richtigen Dinge ?Opfer meines verromantisierten Blicks auf die Welt ?Opfer geworden durch meinen unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen ?Bis heute quälen mich diese Fragen.Und war es mir nicht eigentlich doch schon längst klar gewesen ?Oder hätte es mir nicht doch schon längst klar gewesen sein müssen ?Wusste ich etwa nicht tief im Verborgenem, wo für Zweifel kein Platz ist, wo die Gedanken klarer und deutlicher, ja, um ein Vielfaches greifbarer sind als irgendwo sonst, dass es so kommen wird ?Dass es so kommen muss.War mir mein Weg nicht von Anfang an klar ? War es nicht deutlich genug zu erkennen gewesen ? Wie er all die Jahre so scheinbar offensichtlich vor mir lag.All mein bisheriges Handeln, hatte es nicht den Sinn, mich zu jener Erkenntnis zu geleiten ?Es schrie all die Jahre förmlich danach. Ich wurde von der Erkenntnis erschlagen.Erschlagen. Überrumpelt. Verloren.Und dann allein gelassen, um mit der Last der Konsequenzen weiter zu leben.Ich war einer von ihnen geworden.Und das bricht mir das Herz. Jeden Tag.

22.3.17 21:09

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